- In Kooperation mit
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Corinna
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Stipendium für Studium
Erziehungswissenschaft
Bewirbt sich um 120 €
„Ost ist Ost, und West ist West, und es verbindet sie nichts, bis Himmel und Erde stille stehen, am Tage des Jüngsten Gerichts. Doch zählen weder Ost noch West, Erziehung, Geburt oder Geld, wenn zwei starke Menschen ins Antzlitz sich sehen, und kämen sie vom Ende der Welt.“
Dieses Zitat von Rudyard Kipling, dem Autor des Dschungelbuchs, dessen Inhalt uns allen zumindest in abgespeckter Form durch den Zeichentrickfilm von Walt Disney bekannt ist, beschreibt sehr gut die Beziehung zwischen den Akteuren „Mogwli“ und „Balu“.
Ich, Corinna, eine 23-jährige Studentin der Diplom-Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt Sozialpädagogik/Sozialarbeit, derzeit im 10. Semester an der Universität Vechta/Niedersachsen, engagiere mich seit einem Jahr ehrenamtlich im Caritas-Projekt „Balu und Du“.
Dieses Programm wendet sich an Grundschulkinder, die „Mowglis“, welche von LehrerInnen der jeweiligen Schule gemeinsam mit der Caritas für eine Betreuung im Rahmen von „Balu und Du“ ausgewählt werden. Eine Empfehlung für die freiwillige Teilnahme am o.g. Projekt erhalten Kinder, die eine Auffälligkeit im Sozialverhalten ausweisen. Das kann Aggressivität oder wiederum übermäßige Schüchternheit sein, ebenso wie schlechte Schulnoten oder mangelnde Integration aufgrund eines Migrationshintergrundes. Die MentorInnen, „Balus“, sind SchülerInnen und Studierende wie ich , die Spaß daran haben, über einen Zeitraum von einem Jahr mit Kindern ein Tandem zu bilden und sich einmal wöchentlich für jeweils einen Nachmittag zu treffen. Neben den Treffen besuchen meine KommilitonInnen und ich im Kontext des Studiums ein „Balu und Du“-Seminar an der Universität und schreiben ein Internettagebuch. In diesem werden inhaltliche Aspekte unserer Treffen sowie durch den „Mowgli“ informell Gelerntes festgehalten.
Seit Mai 2008 treffe ich mich mit einem 10-jährigen Grundschüler, der einen russischen Migrationshintergrund besitzt. Anfangs schien er extrem schüchtern und zurückhaltend, baute jedoch schnell ein Vertrauensverhältnis zu mir auf und öffnete sich mir. Gemeinsam entwarfen wir Listen mit Aktivitäten, die uns beiden Spaß machen. Ziel war und ist es, die Sozialkompetenz des Kindes zu befördern. Außerdem wird vorhandenes Potential wie Urteilsvermögen, Kreativität, Problemlösefähigkeit, Orientierungssinn, Geduld, Neugier etc. herausgekitzelt und genutzt. Das Kind soll befähigt werden, zukünftig besser durch den Dschungel des Alltags zu gelangen bzw. soll es während der gemeinsamen Tandemzeit unterstützt werden.
Ich bin begeistert von der Idee des Projektes und der tollen gemeinsamen Umsetzung mit meinem „Mowgli“, hatte und habe stets Freude an den wöchentlichen Treffen, auch während der Semesterferien oder wenn er schlecht drauf war und auch mal ‚keinen Bock‘ hatte.
Das gemeinsame Jahr mit der obolusartigen finanziellen Unterstützung der Caritas geht Ende März zu Ende. Als Mentorin habe ich viele wertvolle Erfahrungen aus der bisherigen gemeinsamen Tandemzeit ziehen können und hatte stets Freude an der Arbeit mit sozialpädagogischen Aspekten. Im „Balu und Du“-Begleitseminar Gelerntes und Besprochenes konnte ich gut anwenden, meine eigenen Verhaltensweisen sowie die meines „Mowglis“ besser verstehen lernen. Schwierige Lebenssituationen haben wir gemeinsam gut gemeistert und Teamfähigkeit gelernt.
Der Wunsch ist von meiner und besonders auch von „Mowglis“ Seite sehr stark, sich auch über den festgelegten einjährigen Zeitraum hinaus weiter zu treffen. Wir wollen u.a. gemeinsam kochen, Obstsalat und grünen Salat zubereiten, in der Natur Tiere und Pflanzen entdecken, spielen, mit verschiedensten Materialien basteln, ins Kino gehen und auch über die Filme sprechen, Sport machen, Museen besuchen und vieles mehr. Jedoch verfüge ich wie alle KommilitonInnen situtationsgemäß nur über ein geringes Budget. Ich halte es gerade in dieser Entwicklungsphase des Schülers für besonders wertvoll und wichtig, die bestehende Bindung nicht einfach abreißen zu lassen. Vielmehr möchte ich seine Neugier beflügeln und seinen Wünschen nachkommen. Dafür ist auch finanzielle Förderung wichtig.
Ich wünsche mir , mit meinem Schützling über den offiziellen Projektzeitraum hinaus weiter folgenden Balanceakt zu üben: einerseits das Besitzen und kluge Investieren eines Budgets, andererseits auch das bewusste Entscheiden für Aktivitäten, die kein Geld kosten zu . Daher würde ich mich sehr über eine Unterstützung mittels eines Förderbetrags von ABSOLVENTA e.V. freuen!
Ich werde mich für weitere drei Monate, also von Juli 2009 an bis zu meinem Studienabschluss Ende September 2009 in Vechta engagieren und gemeinsam mit meinem „Mowgli“ Aktivitäten planen sowie durchführen. Für diese Zeit wünsche ich mir eine Förderung von monatlich 40 Euro, demnach über die drei weiteren Monate hinweg insgesamt 120 Euro. Ich wünsche mir auch, darüber hinaus weitere Treffen ermöglichen zu können, jedoch ist noch nicht ganz sicher, wo ich nach meinem Studienabschluss ab Oktober 2009 arbeiten und leben werde. In der verbleibenden sicheren Zeit in Vechta möchte und werde ich meinem „Mowgli“ gern unbedingt weiter als Patin, Ansprechpartnerin und Freundin in diesem generationenübergreifenden Projekt zur Verfügung stehen. Seine Wünsche und kreativen Gedanken möchte ich mittels dieser Förderung gern unterstützen!















