- In Kooperation mit
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Anja, 24
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Stipendium für Bücher in den USA
Business Administration, Berlin
Bewirbt sich um 500 €
Ich habe mich erfolgreich an der Fachhochschule für Wirtschaft (Studiengang: Business Administration) um ein Auslandsemester an der California State University, Fresno in Kalifornien, USA im WS 2009/2010 beworben. Um diesen Wunsch nun tatsächlich in die Tat umzusetzen benötige ich finanzielle Hilfe von dem ersten demokratischen Stipendium vom Absolventa e.V..
Bisher hatte ich noch nicht die Möglichkeit einen Auslandsaufenthalt zu tätigen. Obwohl ich sehr gerne in der 11. Klasse eine amerikanische High School für ein Jahr besucht hätte, konnte ich diesen Wunsch aufgrund des hohen finanziellen Aufwands nicht in die Tat umsetzen. Ich bin eines von drei Kindern und meine Mutter ist alleinerziehend. Aus diesem Grund plante ich einen Aufenthalt in den Vereinigten Staaten von Amerika als Au-Pair, wenn ich nach meinem Abitur nicht sofort mit einem Wirtschaftsstudium beginnen könnte. Doch ich bekam gleich einen Studienplatz für Business Administration an der Fachhochschule für Wirtschaft in Berlin, was mich sehr erfreute, da ich schnell in das Berufsleben einsteigen und unnötige Wartezeiten gerne vermeiden wollte.
Nun ist die Möglichkeit da, einen Auslandsaufenthalt zu tätigen und ich werde nicht zögern diese Chance endlich zu ergreifen. Schließlich ist die Erfahrung eines Studiums im Ausland in jeder Hinsicht gewinnbringend, sowohl beruflich als auch persönlich.
So kann man sich zum Beispiel gegenüber Mitbewerbern bei der späteren Jobsuche einen kleinen Vorteil verschaffen, denn internationale Erfahrungen gewinnen mehr und mehr an Bedeutung für das Berufsleben. Auch wichtige Kompetenzen, sogenannte „Soft Skills“, wie Kommunikationsfähigkeit, Eigenständigkeit und Selbstbewusstsein lassen sich fördern und verbessern. Neben diesen beruflichen Vorteilen, bringt ein Auslandsaufenthalt neue und vielfältige Erfahrungen, die den eigenen Horizont erweitern und die Persönlichkeit weiterentwickeln.
Ich habe mir die Vereinigten Staaten von Amerika für ein Auslandssemester ausgesucht, da mich das Land sehr beeindruckt, ich aber leider noch nie dort gewesen bin.
Eine lange Zeit habe ich regelmäßig mit einem Brieffreund (James Elie) aus Texas geschrieben. Er schrieb mir viel über die Menschen und das Leben in den USA. Durch diesen Kontakt habe ich viel über das Land gelernt und auch meine Neugier wurde geweckt, so dass ich mir durchaus vorstellen kann, mein Auslandssemster dort zu verbringen.
Ein weiterer Grund, warum ich die Vereinigten Staaten von Amerika für ein mögliches Auslandssemester ausgesucht habe, ist natürlich die englische Sprache. Englisch ist meine erste Fremdsprache und damit auch die beste, die ich beherrsche. In der 12. und 13. Klasse auf dem Gymnasium belegte ich Englisch als Leistungskurs und schloss diesen auch gut ab. Auch an der FHW Berlin habe ich bereits einen Kurs (Macroeconomics I: The Economic Cycle and Employment) in englischer Sprache mit sehr gutem Erfolg abgeschlossen. Um meine Englischkenntnisse weiterhin zu verbessern lese ich viele englische Bücher und schaue mir oft Filme im englischen Originalton an. Doch diese Übungen festigen und bauen meine Kenntnisse nicht so aus, wie es vermutlich ein Auslandsaufenthalt tun würde.
Nach ausgiebiger Recherche, scheint mir die California State University, Fresno in Kalifornien (USA) für ein Semester am geeignetsten zu sein, da sehr viel für sie spricht.
Neben dem Wetter und der zentralen Lage in Kalifornien, überzeugt mich vor allem der gute Ruf der Universität. Denn die California State University Fresno wurde zum Beispiel von der Princeton Review als eine der besten Business Schools der USA ausgezeichnet.
Insgesamt studieren rund 22 000 Studenten an der CSUEF, von denen knapp 6 % internationale Studenten von 144 verschiedenen Nationen sind. Zwar ist sie damit viel größer als die Fachhochschule für Wirtschaft Berlin, aber genau wie an der FHW Berlin wird besonders viel Wert auf kleine Kurse gelegt. Es wird leicht für mich sein an einer Universität mit so vielen Studenten aus verschiedenen Nationen Freundschaften zu schließen und diese auch nach dem Austauschsemester weiterhin zu pflegen.
Die Universität in Fresno bietet sehr viele Vertiefungs- und Wahlmöglichen an Kursen an. Ich persönlich möchte mich im Hauptstudium auf „Personalmanagement und Organisationsgestaltung“ konzentrieren, wobei es an der CSUEF viele Vorlesungen gibt, die mein Interesse wecken. Beim abgleichen der Kurse habe ich erkannt, dass es viele Parallelen zu den Kursen an der FHW Berlin gibt. So würde ich zum Beispiel gerne die Kurse „Production/Operations Management“, „Contemporary Leadership“, und „International Management“ belegen. Diese Themen werden zwar allgemein in den Vorlesungen „Personalmanagement“ und „Organisationsgestaltung“ an der FHW Berlin behandelt, jedoch möchte ich gerne mehr darüber erfahren. Diese Möglichkeit bietet mir das Kursangebot der California State University Fresno. Daneben interessieren mich auch die Kurse „Opportunity Assessment“ und „Business Plan Writing“, welche an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin leider nicht angeboten werden.
Neben den angebotenen Kursen würde ich auch gerne einen der 90 studentischen Organisationen und Clubs beitreten, da man so Studenten mit gleichen Interessen kennlernen kann. Auch auf die Sportangebote wie das Schwimmteam bin ich sehr gespannt, denn ich schwimme seit 12 Jahren, davon 6 Jahre in dem Verein Aqua Berlin, leidenschaftlich gern.
Da ich das Auslandssemsester an der California State University in Fresno (USA) im Rahmen eines Partnerschaftsabkommen tätigen werde, benötige ich keine finanziellen Mittel für die Studiengebühren. Dennoch werden Kosten für Bücher anfallen, da diese in den USA für Kurse verbindlich und sehr teuer sind. Ich bräuchte als etwa 500 Euro um mir die Bücher für das Auslandsstudium zu kaufen.
Nun ergibt sich die Frage, warum ausgerechnet das erste demokratische Stipendium bekommen sollte.
Ich verfolge mein Studium zielstrebig und ehrgeizig mit einer hohen Leistungsbereitschaft, was durch meine guten Leistungen mit einem Notendurchschnitt von 1,7 in dem ersten und zweiten Semester unterstrichen wird. Neben dem Studium arbeite ich als Hostess, Servicekraft, Model und Promoterin, was meine Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit und mein Selbstvertrauen stärkt.
Aufgrund der Arbeit und des Studiums habe ich nebenbei nicht viel Zeit, mich sozial oder gesellschaftlich zu engagieren. Während der 12. Und 13. Klasse am Gymnasium besuchte ich allerdings den Seminarkurs „Kunst und Kultur als Auseinandersetzung mit dem Holocaust“. In diesem Kurs besuchten wir verschiedene Konzentrationslager, Gedenkstätten und Konzerte in Deutschland und Tschechien, trafen und interviewten in Prag die Zeitzeugin Eva Herrmannova und organisierten eine Präsentationsveranstaltung mit Zeitzeugen im Publikum am 22. Juni 2006 in der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin, bei der wir Vorträge gegen das Vergessen über unter anderem Eva Erben, Eva Herrmannova und Coco Schumann und deren Schicksale hielten. Diese Art eines Seminarkurses gab es vorher in Berlin noch nicht und wurde auch positiv von der Presse aufgenommen. Weiterhin wurden wir mit der Arbeit zum einen mit dem dritten Platz bei dem Internetwettbewerb „Denkt@g“ 2007 ausgezeichnet und zum anderen konnten wir unsere Arbeit im Rahmen des Jugendprojekts „denk!mal“ 2007 im Abgeordnetenhaus in Berlin ausstellen. Dieses Engagement hat mich sehr geprägt. In Zukunft möchte ich auch weiterhin einen Beitrag gegen das Vergessen leisten können.
Da ich das Ziel habe, nach meinem Studium in dem Bereich Tourismus zu arbeiten, sind internationale Erfahrungen und ein Einblick in das eigene Studienfach aus ausländischer Perspektive von besonderer Bedeutung. Schließlich werde ich so jeden Tag mit Menschen mit verschiedenen Kulturen und Sprachen Umgang haben. Um dieses Ziel zu erreichen, möchte ich die Herausforderung annehmen, auf einem anderen Kontinent, in einem anderen Land und in einer anderen Stadt zu studieren und dort die Fachhochschule für Wirtschaft Berlin zu repräsentieren. Dies wird mit Sicherheit nicht immer einfach werden, aber auch gerade das macht diese Erfahrung wiederum so aufregend. Ich fühle mich für diese Herausforderung gewappnet. In diesem Sinne hoffe ich, dass ich das begehrte Stipendium bekomme.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
Mit freundlichen Grüßen
Anja















