- In Kooperation mit
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Alexander, 25
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Stipendium für Praxissemester
Wirtschaftsingenieurwesen, Schweinfurt
Bewirbt sich um 1000 €
Das Stipendium brauche ich für
Flug nach Japan für ein Praxissemester
Zunächst möchte ich mich kurz vorstellen. Mein Name ist Alexander, ich bin 22
Jahre alt und studiere im 5ten Semester Wirtschaftsingenieurwesen an der Fachhochschule Würzburg‐Schweinfurt. Meine Schwerpunkte sind Maschinenbau und Logistik, oder auf Neudeutsch, Supply‐Chain‐Management.
Ich bin auf Absolventa ziemlich früh aufmerksam geworden und seit Beginn schon dabei. Die Idee des demokratischen Stipendiums fand ich wirklich clever, da hier wieder der Spieß umgedreht wird und man somit seinem Motto treu bleibt. Außerdem wird nicht nur eine Person darüber entscheiden und es geht endlich einmal nicht darum, Mitglied in irgend einer Partei sein zu müssen oder eine bestimmte Glaubensrichtung zu haben, um überhaupt die Voraussetzungen für ein Stipendium zu erfüllen. Denn ganz ehrlich gesagt bin ich in keiner Partei Mitglied und sehe überhaupt keinen Bezug zwischen Stipendium und Religionsglauben. Warum aber ausgerechnet ich von Absolventa gefördert werden sollte, dazu komme ich etwas später im Text.
Nun sind wir im neuen Jahr und dürfen endlich auch einmal eine Wirtschaftskrise mit all den Vor‐ und Nachteilen erleben. Benzinpreise sind zwar gefallen, dafür stehen die Produktionsstraßen in ganz Deutschland still. Die Krise habe ich selbst hautnah und vor Ort starten sehen, als ich im September 2008 ein Praktikum bei einem Unternehmen im Immobiliensektor in Kanada absolviert habe. Mittlerweile sind einige Monate vergangen und
wie erwartet, hat es auch, wie fast alle Bereiche, die Logistik getroffen und zwar als einer der ersten!
Derzeit zeichnet sich bei den Logistikunternehmen ein sonst ungewohntes Bild ab, keine Hektik in den Umschlagshallen und Höfe voller LKWs, die eigentlich in voller Fahrt auf den Straßen sein sollten. Dabei ist der Grund für den Zusammenbruch in der Logistik ganz klar, man war auf so etwas nicht vorbereitet. Diese Ereignisse gaben mir viel Material zur kreativen Ideenfindung für diese Probleme und Verbesserungsvorschläge für die Zukunft. Mittlerweile haben sich viele Ideen gesammelt, die ich demnächst gerne erweitern und ausführen würde. Dazu kommt mein anstehendes Praxissemester im Herbst genau richtig, welches ich natürlich im Bereich Logistik und jetzt
kommt das Entscheidende – in Japan – absolvieren möchte. Dafür benötige ich finanzielle Hilfe für den nicht ganz billigen Flug.
Nun warum ausgerechnet Japan? Dies hat viele Gründe. Ich interessiere mich für viele Kulturen und lerne gerne Neues kennen. Das konnte ich bisher nur durch die Reise nach Kanada realisieren, die ich von meinen vielen Nebenjobs bezahlt habe. Ansonsten gibt es für den Studenten nicht reicher Eltern einfach keine finanziellen Möglichkeiten, in der Welt herumzureisen, da das wenige Geld, das man hat, für Studiengebühren, Fitnessstudio oder Internet (ohne das man übrigens heute nicht mehr studieren kann) verwendet werden muss.
Seit meinem Toronto Aufenthalt, wo ich viele Studenten aus Japan kennengelernt habe, bin ich einfach begeistert von der Kultur und möchte sie selbst erleben. Außerdem bin ich von der Arbeitsweise der Japaner fasziniert. Sie opfern sich komplett für die Firma auf und der Firmenerfolg hat erste Priorität, noch vor der Familie! Deswegen sind Überstunden und
manchmal damit verbundene Übernachtungen auf dem Firmengelände ‐ da das eigene zu Hause zu weit entfernt ist ‐ keine Seltenheit. Was für uns Europäer etwas paradox und unmöglich klingt ist Wirklichkeit in Japan, denn bekanntlich ist dort nichts unmöglich. So und nur so wurde die Automarke Toyota zu dem, was es heute ist. Daher kommt wohl auch Toyotas berühmter Werbeslogan „Nichts ist unmöglich“. Übrigens benutzen wir in der Logistik oft das Kanban System, welches natürlich, wie es nicht anders sein könnte, den Ursprung bei Toyota hat.
Natürlich wäre es falsch, die Japaner komplett zu kopieren, denn ihr System würde bei uns nicht funktionieren. Jedoch hat das Kanban System gezeigt, dass es Vorteile haben kann, einige Dinge zu übernehmen oder verbessert aufzunehmen. Deswegen möchte ich nach Japan. Ich möchte sehen, wie Logistik in Japan gehandhabt wird. Dazu reichen Wikipedia oder andere Internetseiten leider nicht aus. Man muss so etwas mit eigenen Augen sehen,
um es zu verstehen. Ich möchte Ideen, die ich bin jetzt gesammelt habe, durch Ideen, die ich aus Japan mitnehmen würde vereinen. Denn meiner Vorstellung nach kann man aus beiden Systemen das Beste nehmen und vereinen, oder durch das Wissen komplett neue Ideen finden. Schließlich ist es heutzutage nicht mehr so einfach, auf eine Idee zu kommen, die noch niemand zuvor hatte, besonders wenn sich sehr viele Menschen mit diesem Thema beschäftigen.
Falls Experten der Logistik diesen Text lesen, werden sie sich sicher fragen, von welcher Logistik ich denn nun rede. Das ist nämlich ein großes Gebiet mit vielen verschiedenen Bereichen. Ich habe ganz am Anfang die Transportlogistik aufgeführt, als ich über die derzeitige Situation in Deutschland geredet habe. Später bin ich besonders mit dem Kanban System in Richtung Produktionssteuerung gegangen. Ich habe derzeit beide Gebiete als
Einzelfächer und interessiere mich für beides. Jedoch habe ich die Möglichkeit gehabt, Produktionssteuerung auf Englisch zu belegen, um mich für das Ausland zu rüsten. Ich würde gerne in diesem Gebieten arbeiten, besonders weil ich dafür interessante Ideen im Kopf habe.
Derzeit bewerbe ich mich für einen Praktikumsplatz, sowohl bei deutschen Unternehmen, die in Japan vertreten sind, als auch bei japanischen Firmen. Mein Praktikum würde Anfang Oktober 2009 starten und bis Ende Februar 2010 gehen.
Nun stellt sich noch die Frage, warum sollte ausgerechnet ich von Absolventa gefördert werden? Ich denke, es gibt keinen Grund, warum genau eine, und nur die eine Person etwas erhalten sollte und jemand anders nicht. Jedoch funktioniert unsere Welt auf ein Nehmen und Geben. Das Nehmen wäre in diesem Fall das Stipendium zu erhalten und jetzt stellt sich die Frage des Gebens. Ich würde mich sehr über ein Stipendium freuen und wäre dafür auch
sehr gerne bereit etwas zu geben. Als erstes fällt mir ein ausführlicher Erfahrungsbericht ein, den ich gerne für die Absolventa Community mit meinen gewonnenen Erfahrungen und Ergebnissen anfertigen würde. Auch könnte ich mir in diesem Zusammenhang eine Homepage vorstellen, die ich noch während meines Aufenthalts mit aktuellen Berichten füllen könnte. Jedoch gehen meine Gedanken noch viel weiter. Wie wäre es mit Unternehmen, die über Absolventa Studenten und Absolventen nicht nur innerhalb Deutschlands, sondern auch für Niederlassungen im Ausland rekrutieren? Vielleicht hat Absolvent in dieser Hinsicht Interesse und das Unternehmen, bei dem ich mein Praktikum
absolvieren sollte, auch?!
Deutsche Akademiker genießen einen guten Ruf im Ausland. Ich denke das wäre eine attraktive Möglichkeit, da es viele Absolventen ins Ausland zieht und
meistens die erste Kontaktaufnahme das größte Problem darstellt.
Ich möchte diesen Text bewusst kurz halten, damit auch noch zum Schluss der Leser alle meine Gedanken im Kopf hat und nicht schon vergessen wurde, wovon ich am Anfang erzählt habe. Ich würde mich freuen, wenn ich ausgewählt werden würde, da es trotz Ferienjob und Tutorien an der Hochschule finanziell nicht ganz reicht.
Für den Hin‐ und Rückflug nach Japan benötige ich 1000€.















