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Kai, 29
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Stipendium für die Teilnahme an einer Konferenz in Brasilien
Werkstofftechnik, Nürnberg
Bewirbt sich um 1200 €
Mein Name ist Kai und ich studiere im fünften Fachsemester an der Georg-Simon-Ohm Hochschule in Nürnberg Werkstofftechnik. Naturwissenschaft weckte schon seit meiner Kindheit großes Interesse in mir. Für einen technischen Studiengang habe ich mich entschieden weil kreatives und anwendungsorientiertes Denken zu meinen Stärken und Interessen gehören.
Werkstoffe bestimmen die Grenzen des technisch machbaren. Aktuelle Innovationen aber auch die Optimierung von Materialien und Herstellungsprozessen, motivierten mich, den Studiengang der Werkstofftechnik zu wählen. Im Rahmen meines praktischen Studiensemesters, das durch eine Zusammenarbeit der Industrie und der Fakultät Werkstofftechnik an meiner Hochschule stattfindet, habe ich mich sehr ausführlich mit der Sol-Gel Chemie befasst. Eine gute und konstruktive Zusammenarbeit mit Angestellten, Professoren und wissenschaftlichen Mitarbeitern, ermöglichten es mir, meine eigenen Ideen und Ansätze zu realisieren. Aus dieser Arbeit heraus entstanden Erkenntnisse die für die Beschichtung von Si₃N₄-Keramiken wesentlich und dennoch bisher unveröffentlicht sind. Aus diesem Grund möchte ich diese für mich bisher einmalige, und für meine Zukunft außerordentlich wichtige Möglichkeit nutzen, mich und meine Arbeit auf der 15. Internationalen Sol-Gel Konferenz vorzustellen.
Die Konferenz findet dieses Jahr allerdings in Porto de Galinhas in Brasilien statt. Ich arbeite aktuell mindestens 40 Stunden in der Woche an diesem Projekt, weshalb es mir leider nicht möglich ist nebenbei noch genügend Geld zu verdienen, um mir diese Reise zu ermöglichen. Leider können mich meine Eltern kaum finanziell unterstützen und auch meine Fakultät und die Firma, bei der ich das Praktikum ableiste, kommen nur für die Teilnahmekosten, jedoch nicht für die des Fluges und der Unterkunft auf. Aus diesen Gründen bewerbe ich mich hiermit für das erste demokratische Stipendium.
Die Teilnahme an der Konferenz kostet etwa 220Euro, der Flug und die Unterkunft zusammen etwa 1200 Euro. Mit einem Zuschuss von 1200 Euro wäre es mir möglich diese Reise zu finanzieren. Gemeinsam mit meinem Chef bin ich bereits für die Konferenz angemeldet. Eine endgültige Zusage muss bis Mai 2009 erfolgen (nach Absprache ist es allerdings möglich sich gegebenenfalls wieder abzumelden, falls die Finanzierung nicht möglich ist). Diese Zusage ist bei mir ausschließlich von der Finanzierung abhängig.
An einer solchen Veranstaltung persönlich und aktiv teilzunehmen, Vorträge, Ergebnisse und Ansätze mit weltweit führenden Wissenschaftlern auf dem Gebiet der Sol-Gel- und Kolloid-Chemie zu diskutieren sowie einen Einblick in ihre Forschung zu bekommen ist einzigartig, motivierend und würde mir ermöglichen meine eigene Arbeit voranzutreiben und dieser neue Ansätze zu verleihen.
An meinem Beispiel wird ersichtlich, dass Erfolge in Ausbildung und schließlich auch im Beruf nicht unabhängig von finanziellen Möglichkeiten sind. Herkunft und Bildung sollten ideell und praktisch nicht in direktem Zusammenhang stehen. Solche Diskrepanzen auszugleichen ist in unserem Land die Aufgabe des Staates. Tatsächlich wurde mir mit der Einführung der Studiengebühren das Studium erschwert. Unabhängig von Büchern, Kopiergeld und Lebenshaltungskosten waren es nochmal 1000 Euro mehr, die kompensiert werden mussten und nun bleibt kaum noch Spielraum für Extras und erst recht nicht für derartig wichtige Reisen. Als ich vom ersten demokratischen Stipendium von Absolventa erfuhr, musste ich nicht lange nachdenken um mich dafür zu bewerben. Diese Förderung würde es mir ermöglichen, mich sehr speziell zu qualifizieren und meine Referenzen um einen ganz wesentlichen Punkt zu erweitern.
Mit freundlichen Grüßen
Kai















