- In Kooperation mit
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Kim, 24
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Stipendium als Studiumsunterstützung
-, Mörlenbach
Bewirbt sich um 300 €
Mörlenbach. Ein Tag wie jeder andere. Der Wecker klingelt. Es ist 5 Uhr 30 an einem Montagmorgen. Der Anfang eines sehr langen Tages und einer noch längeren Woche. Woher die Motivation nehmen? Keine Ahnung, sie ist einfach da. Studentin Kim Fändrich (21) schaltet den Wecker aus und macht sich fertig für den Tag. Sie muss um 6.30 Uhr aus dem Haus, um pünktlich um 8.15 Uhr in Heidelberg in der Uni zu erscheinen. Bis dahin sind es lange 105 Minuten mit Fahrrad, Bahn und Bus. Nun ja, es sind 105 Minuten im Bestfall, rechnet man eventuelle Verspätungen und Zugausfälle nicht mit ein.
Und mit jedem Semester wird das Ticket teurer - trotz steigender Unzuverlässigkeit und erhöhten Streikrisikos. Man muss eben das beste daraus machen, wie es so schön heißt. Und das macht Kim Fändrich auch, denn nach Heidelberg zu ziehen, wäre ein Luxus, den sie sich nicht leisten kann und der ihrer Meinung nach auch unnötig sei. „Das Geld, das ich durch das Wohnen bei meinen Eltern spare, kann ich auch sinnvoller investieren.“ Und da hat sie vollkommen Recht, denn nach dem Abitur 2007 hat Kim ein Jahr als Au Pair in den USA verbracht, um ihr Englisch zu verbessern und Auslandserfahrung zu sammeln. Somit hat sie eine zweite Familie am anderen Ende der Welt, die sie jederzeit willkommen heißt. „Während meines Au-Pair-Jahres hatte ich neben zwei Kleinkindern auch ein Neugeborenes zu betreuen, das mir so sehr ans Herz gewachsen ist. Ich verdiene neben der Uni fleißig etwas Geld, damit ich innerhalb der nächsten Jahre den Kontakt zu meiner Gastfamilie besser pflegen und sie auch einmal besuchen kann.“ Gar nicht so einfach, neben täglichem Pendeln zur Uni und fleißigem Studieren noch zusätzlich Zeit zum Arbeiten zu finden. „Ich gebe regelmäßig unter der Woche vier Stunden Nachhilfe in Englisch, Französisch und Latein und arbeite sonntags früh in der Bäckerei. Jedes zweite Wochenende bin ich im Auftrag meiner Au-Pair-Organisation unterwegs und helfe, die Vorbereitungstreffen für zukünftige Au Pairs zu gestalten.“
Und um ihr Allroundtalent unter Beweis zu stellen, babysittet sie gelegentlich bis nachts bei den Nachbarn, obwohl sie morgens immer zeitig aus dem Haus muss. Das nennt man Durchhaltevemögen! Eine Menge zusätzlicher Herausforderungen, die jedoch sein müssen, um Geld für die Studiengebühren zusammenzukriegen. Hierzu kommentiert die 21-Jährige: „Meine Mutter, mein Vater und ich teilen uns die Studiengebühren. Das sind dann 200 Euro pro Person pro Semester. Und das Semesterticket bezahle ich auch noch aus eigener Tasche.“ Und wie sieht es eigentlich mit Freizeit aus neben einem so voll gepackten Wochenplan? Wir erfahren, dass die Heidelberger Studentin für ihr Leben gerne malt und sich zum sportlichen Ausgleich beim Volleyball des SV Mörlenbach verausgabt und dort auch als Beisitzerin im Vorstand organisatorisch tätig ist. Nähere Informationen auf www.moebavolley.de Aber Zeit zum einfach mal Abschalten und Energie Schöpfen gibt es nur selten. Studentenparties werden aufgrund ständiger Übermüdung und ungünstiger Arbeitszeiten eher gemieden und auch die Familie wird mehr und mehr vernachlässigt. „Ich schaffe es einfach nicht mehr, nach einem oftmals 14-Stunden-Tag noch etwas mit Freunden oder der Familie zu unternehmen. Ich gehe schnurstracks in mein Zimmer, erledige entweder Sachen für die Uni, lese oder schaue etwas TV. Dann geh ich nicht allzu spät ins Bett, um den nächsten Tag wieder früh starten zu können. Irgendjemand hat mal behauptet, das Studentenleben sei das beste, das es gibt. Das kann ich leider nicht bestätigen.“, fügt die blonde Odenwälderin traurig hinzu. Auf unsere Frage hin, wie ihr denn geholfen und das Studentenleben schmackhafter gemacht werden könne, erhalten wir die Antwort, dass ein Stipendium von 300 Euro die zusätzlich anfallenden Kosten für Bücher, die nämlich je nach Verlag richtig teuer sein können, perfekt abdecken und somit ein nicht mehr ganz so großer Druck auf ihr lasten würde. „Ich habe mich für das 1. Demokratische Stipendium auf ABSOLVENTA.de beworben und hoffe, dass meine Bewerbung in Erwägung gezogen wird. Das würde mir wirklich sehr weiterhelfen und einiges an Belastung abnehmen...“ kf















