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Philipp, 22

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Stipendium für Studium

BWL, Vallendar

Bewirbt sich um 1300 €

Bewerbung für das Absolventa-Stipendium

Hi! Mein Name ist Philipp, ich bin momentan 19 Jahre alt und studiere im 2. Semester an der Wissenschaftlichen Hochschule für Unternehmensführung
(WHU) in Vallendar und möchte mich für das demokratische Absolventa-Stipendium bewerben.
Ich weiß, das Foto flashed einen nicht unbedingt, aber im Low-Cost-Budget inklusive Selbstauslöser war leider nicht mehr drin.

Warum ein Stipendium?
Die WHU ist eine private Hochschule, sprich: Sie verlangt sehr hohe Studiengebühren (5.250 Euro pro Semester). Ich kam bisher in die glückliche Lage, dass die WHU 15% der Studenten, welche Bafögberechtigt sein müssen, einen Freiplatz ermöglicht, also sozusagen die Studiengebühren erlässt. Ich hatte
mich damals ebenfalls, um ein Stipendium bei der Vodafone-Stiftung beworben, welche ausländische Studienbewerber bei einem Studium fördert, wurde dort aber mit Hinblick auf meine Nationalitäten abgelehnt. Da meine Eltern beide aus dem Ausland (Frankreich, Tschechische Republik) hierher ausgewandert sind, mussten sie sich hier eine komplett neue Existenz aufbauen und so besitze ich
persönlich auch nicht die Deutsche Staatsbürgerschaft. Ich weiß und mir würde derselbe Gedanke kommen: Wenn es finanziell schon nicht ganz hinhaut, warum dann noch auf eine private Hochschule und nicht auf eine gute staatliche wie Köln, Mannheim und co.? Ich fühle mich hier sehr wohl, mag das Studium und meine Mitstudenten und darüber hinaus bietet man uns für unsere Zukunft tolle Chancen (jedem Absolventen stehen vor Abschluss bereits 2-3 Jobangebote offen).
Falls man mir keine Förderung hätte gewährleisten können, wäre ich ebenfalls bereit gewesen einen Kredit aufzunehmen, weil ich vom Konzept einer praxisorientierten aber trotzdem wissenschaftlichen Hochschule weiterhin überzeugt bin und die WHU für BWL auch eine gute Ausbildung in Deutschland
anbietet. In Köln, z.B. (auch wenn ich die Uni mag) wäre ich mir nicht sicher, ob ich mich dort wohlfühlen würde und mir damit vielleicht sogar meine Zukunft verbauen würde (wer gibt schon alles im Studium, wenn er sich nicht gut fühlt?). Aus dem Grund habe ich letztes Jahr auch ein Angebot aus London (Imperial College) abgelehnt, da ich dort mit horrenden Lebenserhaltungskosten (800 Euro für
ein 12m²-Zimmer pro Monat) und fast identischen Studiengebühren hätte rechnen müssen (knapp 5000 Euro pro Jahr) und mir dann doch auch nicht so viel zumuten wollte.
Mein Vater hat in der aktuellen Krise leider seinen Job verloren und so sind meine Eltern beide momentan auf Jobsuche. Um sie nicht immer weiter in Krisenzeiten zu belasten und ihnen einen möglichst freien Kopf zu ermöglichen, habe ich mich um das Absolventa-Stipendium beworben.

Um wie viel Geld soll es gehen?
Unsere Uni veranstaltet für jeden Jahrgang einmalig eine Reise in ein Schwellenland, um uns die Welt dort vor Ort zu zeigen. Traditionell nimmt praktisch jeder im Jahrgang teil. In unserem Fall ist dies eine Reise nach Guangzhou, China. Auch wenn die Stadt einem zu Anfang nichts sagt (bei mir ist dies zu Anfang nämlich auch der Fall gewesen), sind die Fakten sehr beeindruckend, wenn man erst einmal weiß, dass in Guangzhou 10.000.000 Menschen leben, mehr also als in ganz Hessen.
Der Haken an der Sache ist allerdings:
Den Kurs müssen wir teilweise selbst finanzieren, nachdem die Uni uns einen Teil sponsern kann, aber leider nicht alles. Nachdem die finanzielle Lage bei uns bereits angespannt ist, möchte ich meine Eltern wie gesagt nicht belasten, aber andererseits mich selbst nicht als einzigen ausschließen. Darüber hinaus möchte ich diesen Sommer ebenfalls ein Auslandspraktikum in Japan machen, es geht für mich momentan lediglich noch um den Flug.
Der Kurs wird bereits von unserer Uni teilgesponsert und auch das Auslandspraktikum würde bereits für Lebensunterhaltskosten, Transfers und Wohnung aufkommen. Alles wofür ich das Stipendium beantrage sind lediglich die beiden Flüge nach China und Japan. So kostet der Flug (nach langen Recherchen!) nach China 500 Euro und der Flug nach Japan 800 Euro.
Das Stipendium würde ich also auf einen dieser beiden Flüge beantragen oder wenn möglich auf beide zusammen, aber in erster Linie würde mir natürlich überhaupt schon eine teilweise Förderung reichen.

Warum ich?
Dafür habe ich verschiedene Gründe parat: Der erste: Ich brauche keine allzu hohe Förderungssumme, ganz im Gegenteil. Es geht um insgesamt weniger als 1300 Euro, vielleicht sogar weniger als 800 Euro (verglichen mit den 25.000 die das gesamte Stipendium verleiht!) und wäre hierbei keine hohe Belastung für das Stipendium. Jeder, der in der Situation ist/war finanziell nicht so gut dazustehen, kennt dieses Gefühl der Hilflosigkeit und weiß daher auch wie es mir momentan geht. Besonders lustig wird diese Konstellation im Hinblick darauf, dass ich sonst an einer Uni studiere, die ansonsten 5000 Euro pro Semester von mir fordern würde. Daher bin ich, trotz Erlass, auf diese Hilfe angewiesen, um mein Studium gut durchzubringen und immer noch die Möglichkeit zu haben wichtige Erfahrungen zu sammeln, die mehr wert sind als alles, was ich mir mit Geld kaufen könnte. Der zweite: Ich bemühe mich bereits auf verschiedenen Wegen auch finanziell. So habe ich mich bspw. bereits an einem Lehrstuhl für eine Hilfstätigkeit, sowie in unserer studentischen Unternehmensberatung beworben. Ich liege also nicht auf der faulen Haut, sondern versuche mir etwas zu ermöglichen. Mit dem Stipendium würde ich da zusätzlichen Druck auch von mir selbst nehmen können.

Weitere Pläne?
Zurzeit habe ich die Suche nach einem Praktikumsplatz in Japan (habe Japanisch als Fremdsprache an der WHU neu angefangen) zum Glück erfolgreich abgeschlossen, was besonders in Asien nicht sehr einfach ist, da kaum ein Japaner mit dem Wort Praktikum etwas anfangen kann (heißt bezeichnenderweise auf Japanisch im Übrigen „Internshippu“).
Hier würde ich mich über die Hilfe des Stipendiums freuen und versuche so gut wie möglich alle Anforderungen zu erfüllen. Tokyo ist (leider) kein allzu günstiges Stück Erde. Ich weiß z.B. von anderen, die vorher schon ein Praktikum in Japan gemacht haben, dass 30 m² in Tokyo schnell 1000 Euro pro Monat kosten können und man auf jeden Fall mit Verlusten in diesem Praktikum rechnen muss. Wenn
ich mithilfe des Stipendiums die Flugkosten aus dem Weg schaffen könnte, hätte ich mich damit von einer großen Sorge befreit.

Abschließend:
Wie man am Schreiben erkennen kann: Es liegt einzig und allein am Geld. Von daher hoffe ich, dass Ihr mir mit diesem Stipendium eine Chance ermöglicht, diesen Faktor zu beheben.

Vielen Dank auf jeden Fall von mir und unserem Lieblings-Lifestyle-Accessoire zum Boxen und Fithalten.
(wohne in einer WG) Vive la vie et vive l’Absolventa!
Philipp